KEINE ABSICHTLICHE SCHWERE KÖRPERVERLETZUNG NACH FLASCHENWURF

KEINE ABSICHTLICHE SCHWERE KÖRPERVERLETZUNG NACH FLASCHENWURF

Mehrere Verhandlungstage, die Neudurchführung der Hauptverhandlung wegen einer befangenen Schöffin, der Wechsel in der Person des Berufsrichters und insgesamt weit mehr als 15 Stunden Hauptverhandlung waren erforderlich, bis es endlich feststand:

Mein unbescholtener Mandant war im Oktober 2019 nicht der Aggessor, sondern vom mutmaßlichen Opfer und dessen Kollegen erheblich provoziert worden, als es nach einer Veranstaltung zu einer Auseinandersetzung auf einem Feldweg gekommen ist.

Das Gericht hielt es für erwiesen, dass das mutmaßliche Opfer, das im Verfahren noch Teilschmerzensgeld von EUR 5.000,00 gefordert hatte und sich äußerst provokant und aggressiv während seiner Einvernahme vor Gericht verhielt, ein erhebliches Mitverschulden an der Situation traf. Dessen Antrag auf Schmerzensgeld wurde abgewiesen. Vom Verbrechen der versuchten schweren Körperverletzung wurde mein Klient freigesprochen, in Bezug auf die anderen Delikte wurde ihm zu Recht eine Diversion angeboten. So bleibt er weiterhin unbescholten und kann seine Lehre erfoglreich abschließen.

Den diesbezüglichen Artikel von Seff Dünser, der am 09.06. in der NEUE Vorarlberger Tageszeitung erschienen ist, finden SIe hier Artikel NEUE vom 09.06.2021